Paint it blank




Weiter geht’s mit einem anderen jungen Produzenten aus Birmingham. The Golden Boy steht kurz vor seinem Erstling bei Troupe Records, einem neugegründeten Londoner Label, das sich in der britischen Hauptstadt vor allem mit hochkarätig besetzten Clubnights einen Namen gemacht hat. Nun sollen die dabei gemachten Erfahrungen also in die Unterstützung aufstrebender Künstler fließen, was angesichts der bevorstehenden Releases als durchaus gelungen bezeichnet werden kann.
Ähnlich wie Second City fehlt auch The Golden Boy noch ein wenig das gewisse Etwas an Eigenständigkeit oder jene großen überraschenden Momente, welche die Produzenten-Champions League von der breiten Masse abhebt. Angesichts der noch jungen Karriere beider Künstler soll das an dieser Stelle jedoch einmal kein Maßstab sein. Vielmehr bekommen wir hier mehr als solide gemachten House mit starken Bässen britischer Prägung serviert, der sich auf keiner Tanzfläche diesseits und jenseits des Kanals verstecken muss. Pluspunkte gibt es vor allem für die stilsichere Einbindung des Lauryn Hill-Samples bei That Thing. Gerade die Verwendung allseits bekannter Vocals geht ja gerne mal nach hinten los, wenn es nicht gelingt, diese aus dem gewohnten Klangumfeld herauszulösen und im eigenen Track eine neue soundästhetische Berechtigung zuzuweisen. The Golden Boy löst diese Aufgabe ziemlich elegant und mit dezenter Zurückhaltung. Es lohnt sich also die weitere Entwicklung sowohl des Künstlers als auch des Labels im Auge zu behalten.
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Vor 1 Jahr